Die Geschichte

Wenn wir auch nicht mehr viel aus den alten Tagen besitzen, so birgt Lipperode doch noch ein geschichtliches Kleinod: mit das älteste Gasthaus in Lippstadt.

Das "Altes Gasthaus Voss" ist noch im alten Stil vollständig erhalten. Dieses Gasthaus hat selber eine lange Geschichte.

Hier im Haus war früher eine Zollstation beheimatet und noch im 17. Jahrhundert ein wichtiger Haltepunkt der taxischen Post. Im Jahre 1676 erhielt das Haus ein Brauprivilegium. Nach mündlicher überlieferung hat 1812 beim Durchzug der Franzosen hier die Beraubung der Kriegskasse stattgefunden, nachdem die Wachposten durch berauschende Getränke eingeschläfert worden waren.

Das Haus war 1720 im Besitz eines "Gruppe", dessen Witwe 1726 einen "Hülsmann" heiratete. Der, so hieß es "ein wunderlicher Kopf sei, der seinem Patenkind "Brüggemann" den Namen "Ahaverus" gab, 1735 wird ein "Weinhagen", 1756 ein "Stöcker" als Besitzer genannt.

1760 war ein "Schmitz" Eigentümer des Hauses, dessen Nachkommen das Besitztum 1885 an die Familie "Bonsel" verkauften.

1965 ging es in das Eigentum der Familie Wilhelm und Elisabeth Voss über, die das Haus im alten Stil erhalten haben und von innen und außen geschmackvoll restaurierten.

Das Haus zeigt ungewöhnlich reiche Zierschnitzereien, am Schwellbalken des Obergeschosses zieht sich eine Inschrift um das Haus herum, die von christlicher Gesinnung und großem Gottvertrauen zeugt, aber in Ihrer willkürlichen Ausdrucksweise nicht leicht verständlich ist.